Willkommen auf dieser Webseite!

Sie ist gedacht für Einwohnerinnen und Einwohner von Speicher, die sich gegen das neue 5G-Antennenprojekt der Swisscom wehren wollen.

In Kürze die wesentlichen Fakten:

26.11.2020 Publikation des Baugesuchs unter dem Titel: „Bauliche Änderung (SCS) – Ausbau der bestehenden Sendeanlage“ in der „Appenzeller Zeitung“

26.12. – 16.12.2020 Einsprache von über 220 engagierten Bürgerinnen und Bürger gegen das geplante 5G-Antennenprojekt der Swisscom AG. – Das ist ein toller Erfolg, vor allem wenn man bedenkt, wie wenig Zeit uns verblieb für die Einspracheerhebung, und dies kurz vor Weihnachten! Ein grosser Dank an alle, die sich dafür Zeit genommen haben, und die den Mut hatten, ihre Stimme zu erheben!

Neu:

10.10.2021: Unsere „Replik“ auf die 22-seitige „Stellungnahme“ der Swisscom wurde Ende September den beiden Entscheidungsinstanzen, d.h. dem von Hrn. Peter Federer geleiteten „Amt für Umwelt, Luft und Boden“ in Herisau sowie der Baubewilligungskommission Speicher fristgemäss eingereicht. Wie schon angekündigt, fanden wir dabei eine sehr geschätzte Unterstützung in der Person von Kathrin Luginbühl, die seit Jahrzehnten an EHS (Elektrohypersensibilität) leidet und in eigener Sache (Antennenfall in Hadlikon/Hinwil) schon mehrmals vor Bundesgericht und einmal sogar vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg ging. Der fachtechnische und juristische Teil unserer 39-seitigen Replik wurde weitgehend von ihr zusammengetragen; die gut lesbaren „Vorbemerkungen allgemeineren Inhalts“ wurden von mir verfasst. Letztere sind sehr unkonventionell gehalten, und dürften trotz des ernsten Inhalts hie und da ein Schmunzeln hervorlocken. Jetzt gilt es die weiteren Entwicklungen abzuwarten. Es sei hier festgehalten, dass wir dank unseres Widerstandes den Bau der in Speicher geplanten 5G-Antenne doch schon fast um ein Jahr aufhalten konnten – dafür nochmals ein grosses Dankeschön an alle Einsprechenden, die mit ihrer Willenskundgebung „Nein, wir wollen das nicht!“ alle zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Wir bleiben dran!

Ganzer Inhalt der Replik
Vorbemerkungen: Das Thermische Dogma oder „Der Kaiser ist nackt“!

Gerade heute erhalte ich die Meldung, dass erst kürzlich, am 6. Oktober, im „Blick“ ein Artikel erschien unter dem Titel: „5G DISASTER FÜR SWISSCOM & CO: ES WIRD ANZEIGEN HAGELN!“

Es geht darin um ein Rechtsgutachten, das die BPUK (Konferenz der kantonalen Baudirektoren) von der Uni Freiburg erstellen liess, um Rechtssicherheit bei der Bewilligungspraxis zu schaffen. Die wesentliche Nachricht ist die, dass Bagatellaufrüstungen von konventionellen Antennen auf den 5G-Standard und auch die Anwendung des höchst umstrittenen „Korrekturfaktors“ für adaptive 5G-Antennen gemäss diesem Gutachten bewilligungspflichtig sein sollen. Dass sogar der sonst mobilfunkfreundliche „Blick“ die für uns gute Nachricht unter dem obigen Titel bringt, grenzt an eine Sensation. Der Widerstand zeitigt Früchte!

Link zum „Blick-Artikel“: https://www.blick.ch/schweiz/5g-desaster-fuer-swisscom-und-co-es-wird-anzeigen-hageln-id16879884.html?utm_medium=social&utm_campaign=share-button&utm_source=copy-to-clipboard

Eine Meldung ähnlichen Inhalts erschien am 10.09. in der Sendung „Rendez-vous“ im Schweizer Fernsehen SRF:

https://www.srf.ch/audio/rendez-vous/keine-aufruestung-von-5g-antennen-ohne-einspracherecht?partId=12052461&fbclid=IwAR0wlEvEMVfvPbYTXf_T_kFeTJoZ6XscByASHyzrPzojQUQbKyKxLR-JDfU
Das besagte Gutachten wird in unserer Replik auf S. 31-33 ausführlich besprochen.

27.08.2021: Verzicht auf Einspracheverhandlung, da Aufwand-Ertrags-Abschätzung ungenügend; Schreiben einer ausführlichen Replik auf die „Stellungnahme“ der Swisscom; aktuelle 175-seitige STOA-Review der EU, welche negative gesundheitliche Auswirkungen von 5G im Besonderen und von Mobilfunkstrahlung im Allgemeinen auf überzeugende Art nachweist; BERENIS-Übersichtsstudie des Bundes, die oxidativen Stress nachweist, die Basis für viele weitere Gesundheitsschädigungen

Nach diversen Absprachen haben wir uns entschieden, auf die mündliche Einspracheverhandlung mit der Swisscom und Vertretern der Gemeindeverwaltung und des Amts für Umwelt, Luft und Boden, Herisau zu verzichten. Der Aufwand im Vorfeld und vor allem die Nachbearbeitung des „Protokolls“ wären mit einem unverhältnismässig grossen Aufwand verbunden gewesen. Stattdessen konzentrieren wir uns auf das Verfassen einer ausführlichen „Replik“ auf die 22-seitige Stellungnahme der Swisscom, in der wir alle unsere Argumente auf überzeugende Art festhalten werden. Dabei werden wir unterstützt von „altgedienten“ Mitstreiter/innen, die insbesondere in der juristischen Argumentation Erfahrung haben. Dafür wurde uns von Hrn. Peter Federer, Amt für Umwelt, Luft und Boden, Herisau eine Frist bis Ende September gesetzt.

Unterdessen haben sich im Bereich Forschung zur Gesundheitsschädlichkeit von 5G und nicht-ionisierender, hochfrequenter Mobilfunkstrahlung wichtige Dinge getan: Das STOA-Komitee der EU publizierte im Juni 2021 eine 175 Seiten umfassende Übersichtsstudie der gesundheitlichen Auswirkungen von 5G und von Mobilfunkstrahlung im Allgemeinen. Das STOA-Komitee ist ein Ausschuss des Europaparlaments, der sich mit Wissenschaft und Technikfolgenabschätzung befasst. Es ist die bisher umfangreichste Aufarbeitung des Forschungsstandes zu 5G, sowohl der niedrigen wie auch höheren (Gigahertz-)Frequenzen), die bei 5G zum Einsatz kommen, und ist dadurch eine Bewertung des Mobilfunks insgesamt. In der Zusammenschau der Ergebnisse liegen ausreichende Nachweise für ein Krebs auslösendes Potential und die Schädigung des Fortpflanzungssystems vor. Die Autoren der Studie fordern einen 5G-Ausbaustopp, Forschungen über die hohen 5G-Frequenzen, die in einem 2. Ausbauschritt zur Anwendung kommen sollen, eine bessere Aufklärung der Bevölkerung und eine Verlegung des Schwerpunkts auf den Ausbau von Glasfasernetzen.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse von diagnose-funk.org finden Sie hier:
https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=1740

Einen Durchbruch im Nachweis des gesundheitsschädigenden Potentials von Mobilfunkstrahlung bedeutet auch die Sonderausgabe des BERENIS-Newsletters vom Januar 2021. Die BERENIS ist eine im Jahr 2014 begründete Arbeitsgruppe des Bundes, welche die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung untersucht. Der Sonderbericht enthält eine zusammenfassende Beurteilung des zwischen 2010 und 2020 erschienenen Studienmaterials in Bezug auf gesundheitliche Auswirkungen von EMF-Feldern. (EMF = elektromagnetische Felder, wie sie insbesondere durch Mobilfunkstrahlung erzeugt werden) Es mutet schon fast sensationell an, dass starke Hinweise auf oxidativen Stress durch EMF zugegeben werden, und dies auch im Bereich der Anlage-Grenzwerte. Oxidativer Stress bildet die Grundlage für viele weitere Schädigungen des menschlichen Organismus, bis hin zu Krebs. Bis jetzt wurden solche Auswirkungen ja stets als nicht bewiesen dargestellt. Damit liefert eine Arbeitsgruppe des Bundes selbst die Grundlage für eine schon längst fällige Revision der NISV (= Verordnung für nicht-ionisierende Strahlung) und des maroden Grenzwertsystems. – Hier der Link zu diesem BERENIS-Sonderbericht: https://www.gigaherz.ch/wp-content/uploads/2021/07/BERENIS-Sondernewsletter-Januar-2021.pdf

13.08.2021 Eintreffen der „Stellungnahme“ der Swisscom auf unsere Einsprache(n) hin
Gegen Ende Juli erhielten alle Einsprechenden mit individualisierten Einsprachen, die sich selbst vertreten wollen, von Hrn. Peter Federer vom „Amt für Umwelt, Luft und Boden“, Herisau die 22-seitige schriftliche „Stellungnahme“ der Swisscom zugesandt. Dem beigelegt war ein 22-seitiges Argumentarium, in welchem die Swisscom bestimmte Argumente von uns 5G-Gegnern mit Standardargumenten abschmettert. Die ganze Argumentation ist rein formal-juristischer Natur und in einem für Laien fast unverständlichen juristisch-technischen „Chauderwelsch“ abgefasst. Wir wehren uns ja vor allem aus gesundheitlichen Gründen, auch wegen des gewählten Standortes in unmittelbarer Nähe von 2 Schulen und 1 Kindergarten mit Spielplatz und weil wir grundsätzlich keine 5G-Antenne in Speicher wollen – sie ist schlichtweg nicht nötig! – Darauf wird von der Swisscom aber kaum Bezug genommen, Hauptsache, die Grenzwerte werden eingehalten und sind vom BAFU abgesegnet. Auch wird abgestritten, dass mit der neuen Sendetechnik von adaptiven 5G-Antennen die Strahlenbelastung höchstwahrscheinlich stark ansteigen wird; die neue Vollzugshilfe von Ende Februar 2021 erlaube ja einen „Korrekturfaktor“ und die Strahlungswerte dürften ja auf 6 Minuten „gemittelt“ werden. Sowohl der „Korrekturfaktor“ und die Mittelung der Strahlungsleistung wurden von der 5G-kritischen Bewegung aber von Anfang an als „Buebetrickli“ bezeichnet, denn diese absurden, wissenschaftlich in keiner Weise gerechtfertigten Bestimmungen erlauben eine Anhebung der Grenzwerte durch die Hintertür.

Doch wir kämpfen weiter. Momentan sind wir am Schreiben einer Replik und Gegen-Stellungnahme auf das Swisscom-Schreiben hin. Wir werden Euch auf dem Laufenden halten diesbezüglich.

Um unseren eigenen Standpunkt zu stärken, hier diese 3 Seiten, auf denen die Hauptargumente gegen den Bau eines fllächendeckenden 5G-Netzes noch einmal schlagkräftig und verständlich zusammengefasst sind: „Information über die Risiken des neuen 5G Mobilfunks“. Auf der letzten Seite findet sich ein Link-Verzeichnis für solche von euch, die sich tiefgreifender informieren wollen.


22.6.2021 Orientierungsbrief des Leiters „Amt für Umwelt“, Herisau, Hr. P. Federer, an die Swisscom in Sachen Einsprache gegen die geplante 5G-Antenne

Hr. Federer orientierte die Swisscom in einem Amtsbrief vom 11.06.21 über die durch unsere Einsprache entstandene Situation, mit der Bitte, innert 20 Tagen Stellung zu nehmen. Damit wissen wir nun auch um die genaue Zahl der Einsprechenden, es verbleiben demnach:

Sammeleinsprache A: 10 aktuell Einsprechende mit wortgleicher Einsprache (21-seitig) vertreten durch Hans-Ruedi Höhener, Wies 2, Speicher

Sammeleinsprache B: 153 aktuell Einsprechende mit wortgleicher Einsprache (2-seitig) vertreten durch die gleiche Person

Erste Gruppe mit individualisierten Einsprachen32 aktuell Einsprechende, wobei sich 22 Personen davon durch mich vertreten lassen

Ob die Swisscom schriftlich Stellung nehmen wird oder andernfalls an einer Einspracheverhandlung ihren Standpunkt gegenüber unseren Einsprachen und meiner 9-seitigen Nachreichung vom 1.6.21 mündlich vertritt, wird sich somit bis spätestens anfang Juli 21 herausstellen. Falls die Swisscom die Variante „Einspracheverhandlung“ vorzieht, werden alle nicht durch mich vertretenen Einsprechenden persönlich dazu eingeladen werden.


13.06.2021 Dank und Lageorientierung 
(relevanter Text: Orientierungsbrief vom 12.06.2021)

Unterdessen sind wir einen Schritt weiter. Am 16. April verschickte ich (Hans-Ruedi Höhener, Wies 2, Speicher) an alle Einsprechenden einen Brief mit Lageorientierung. Gemäss Auflage des Leiters des Herisauer Amtes für Umwelt, Luft und Boden, Hr. Peter Federer, musste ein Vertreter für die Einsprechenden der beiden Gruppen mit wortgleichen Einsprachen  des Typs 1 und 2 bestimmt werden. Dafür stellte ich mich  zur Verfügung, und über 85% dieser Einsprechenden gaben mir dazu ihr schriftliches Einverständnis. Auch ein beträchtlicher Teil der ersten Kategorie mit „Einzeleinsprachen“ hat mich zu ihrem Vertreter ernannt. Das mir damit bekundete Vertrauen und die vielen guten, ermunternden Worte haben mich gefreut, und ich bedanke mich ganz herzlich dafür. 

Dass es ein wenig länger dauerte als angekündigt, ist darin begründet, dass Hr. Federer jene Personen, die keine Einverständniserklärung unterschrieben hatten, am 11.05.21 nochmals anschrieb. Das Ergebnis, mit Frist Ende Mai, lautete, dass weitere 18 Einsprechende mich ausdrücklich als Vertreter ihrer Interessen ernannten, zusammen ergibt das dann die obigen 85%. 

Das Datum der Einspracheverhandlung ist immer noch nicht bestimmt, was uns aber nur recht sein kann, denn je mehr Zeit verfliesst, bis es zu einem definitiven Entscheid kommt, desto besser für uns.  

Am 1. Juni richtete ich eine 9-seitige „Nachreichung“ an Hrn. Federer mit Kopie an die Baubewilligungskommission Speicher, in der diverse Zusatzargumente zu der ersten Einsprache aufgeführt sind. Den genauen Wortlaut finden Sie hier (Link) und unter „Einsprachedokumente“.

Auf der Startseite und unter „Aktuelles“ werden wir im Verlaufe des Monats Juni noch weitere Infos aufschalten. 

Wer Fragen hat oder Anregungen oder Ideen einbringen will, kann sich gerne über die E-Mail-Adresse unserer Website IG.Speicher.Nein.zu.5G@gmail.com an mich wenden. Jeder Beitrag ist willkommen. Ab jetzt werde ich wieder mehr Zeit zur Verfügung haben für die Vertretung unserer Sache, und es lohnt sich, ab und zu reinzuschauen in unsere Website.

Nochmals vielen Dank Ihnen allen für das Vertrauen, das Sie mir entgegenbringen – und kämpfen wir weiter für ein 5G-freies Speicher – zusammen sind wir stark!


29.03.2021 Briefliche Orientierung durch den Abteilungsleiter des Kantonalen Amts für Umwelt, Hrn. Peter Federer. Darin die Aufforderung, dass alle Einsprechenden mit wortgleichen Einsprachen (Typ 1 und 2 in der dem Brief beigelegten Liste) einen Vertreter für Ihr Anliegen zu bestimmen haben. Dafür zur Verfügung stellte sich Hans-R. Höhener, eines der Gründungsmitglieder unserer IG. Am 17.04. erhieltet Ihr alle einen Brief von der IG Speicher, mit der Bitte, durch Eure Unterschrift Euer Einverständnis zu dieser Vertretung zu äussern. Bitte das Unterschriftendokument bis spätestens 28. April 2021 an die im Brief angegebene Adresse schicken. Vielen Dank!

Wie es genau weitergehen soll, wissen wir noch nicht. Irgendwann wird es gemäss Telefon mit Hrn. Federer zu einer „Einspracheverhandlung“ kommen, an dem auf der Gegenseite 4-5 Personen teilnehmen werden, wovon 2 Vertreter von der Gemeinde Speicher, Hr. P. Federer selbst und 1 – 2 Vertreter der Swisscom, wahrscheinlich ein Jurist und/oder ein Techniker. Wir haben eine gute Aussicht, dass unsere Seite durch eine in baurechtlichen Fragen versierte Vertreterin des 5G-kritischen Vereins Schutz-vor-Strahlung – www.schutz-vor-strahlung.ch – unterstützt wird!

Dies für den Moment. In den kommenden Tagen werden wir auf einige hoffnungsvolle Entwicklungen der letzten beiden Monate hinweisen, die zeigen, dass unsere Erfolgschancen durchaus intakt sind. 

Hoffen wir also auf ein gutes Gelingen unserer Einsprache. So können wir alle dazu beitragen, dass Speicher weiterhin ein Ort bleibt, an dem zu leben Freude macht!